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Orientierung

Viele Wege führen nach Rom. Das ist auch gut so. Jeder Weg hat seinen eigenen Charakter. Gibt es wirklich den besten Weg von A nach B? Ja, es gibt ihn. Es ist Deine ganz persönliche beste Route. Du magst gerne Wälder, und Deine Reisebegleitung lieber das Meer? Tut Euch nicht schwer einen Kompromiss zu finden. Ihr werdet ihn nicht bereuen, denn ein Kompromiss bringt Neues, Interessantes, Ungesehenes, Ungeahntes.

Ungeahntes steht jedoch in keiner Straßenkarte, in keinem GPS-Gerät. Auch die Leute, die Ihr unterwegs trefft, können Dir keinen Tipp geben, wo Ungeahntes ist. Doch zurück zur realen Welt. GPS oder Straßenkarte? Dies ist wieder so eine Frage, die die Republik spaltet. Wir sagen ganz klar: Straßenkarte! Eine Straßenkarte ist Reisekultur. Sie erlaubt den Gesamtüberblick über eine Region, Du kannst mit anderen zusammen drauf gucken, alle sehen etwas. Du kannst mit Ihr den alten Mann im Dorf ansprechen und ihn nach dem Weg fragen. Eine Straßenkarte versteht jeder. Eine Straßenkarte stürzt nicht ab, eine Straßenkarte braucht keine Batterien. Eine Straßenkarte kannst Du auf dem Zeltplatz vergessen, ohne dass sie jemand stiehlt. Ist Deine Straßenkarte kaputt, bekommst Du in Deiner Reiseregion für wenig Geld eine neue.

GPS-Navigation zur Unterstützung

Die Fronten lockern sich seit kurzem. Erste GPS-Freaks rudern zurück und erkennen die Vorteile einer Papierkarte. Erste Papierkartenfreaks erkennen die Vorteile der GPS-Navigation, der ein oder andere von ihnen hat sogar irgendwo im Gepäck einen Navi für den Notfall oder einen Tracker zum Auswerten der Reise versteckt. Was ist dran an dieser Entwicklung?

Der Übersichtlichkeit halber sind nicht alle Straßen in einer Papierkarte abgedruckt. Unabhängig vom Maßstab. Oft bringt sogar innerhalb eines Verlages ein größerer Maßstab keine weiteren Erkenntnisse über weitere Straßen. Im Zeitalter von OpenStreetMap (OSM) ist die digitale Kartographie der Papierkarte in vielen Teilen Europas bereits überlegen. Doch die Qualität und die Dichte sind sehr unterschiedlich. Wer den Einsatz eines Navis als Backup-Technik erwägt, sollte zunächst prüfen, ob die digitale Kartographie für die zu bereisende Region auch wirklich einen Mehrwert bietet. Sprich: Gibt es digitale Straßen, die für Deine Reiseroute eine Information darstellen? Wird durch die nur digital bekannten Straßen Deine Reiseroute attraktiver? Sind es nur „ein paar“ Straßen, so empfehlen wir Dir, den händischen Übertrag dieser Straßen in Deine Papierkarte. Planst Du Deine Route durch Waldweglabyrinthe, in denen Du vermutlich niemanden triffst, wäre ein GPS-Gerät eine Überlegung wert. Achtung: Viele GPS-Geräte finden in dichten Wäldern oder Häuserschluchten nicht ausreichend oder keine Satelliten, mache Dir keine all zu großen Hoffnungen, dass Dir diese Technik wirklich im akuten Ernstfall unter den aufgeführten Bedingungen richtig hilfreich ist.

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