12:38h sollte mich der Zug von Kocubey nach Astrahan bringen. Es gab zwei Möglichkeiten: 110km Gegenwind, Hotel, 80km Gegenwind zum Bahnhof oder 140km Gegenwind, Hotel, 30km Gegenwind zum Bahnhof. Ich entschied mich für Variante 1. Ziemlich entkräftigt, die letzten Kilometer Pausen im 5km-Takt, erreichte ich das Hotel, war ich froh, morgen nur noch 30km kämpfen zu müssen und fiel ins Bett. Am nächsten Morgen weckten mich Regentropfen am Fenster. Regen? Hier in der Steppe? Warum ist es dann eine Steppe, wenn es hier regnet? Wie schön, zur eh monotonen Strecke durch die Steppe kam jetzt noch Regen. Als ich um 9:00 Uhr mich für die letzten 30km auf den Weg machte, stelle ich fest, dass der Wind über Nacht gedreht hat. 26km in 59 Minuten. So ist durchaus auch die Kombination Regen und Steppe ok :-).
Nachdem ich hier in Dagestan meinen Einkauf für die Zugfahrt getätigt hatte, gab es noch eine Çay-Einladung in den Çay-Salon des Ladens, die Verkäuferin reichte mir selbstgebackene Süssteile, ich durfte bleiben, bis mein Zug fuhr. Die Dagestanis sind sehr sympathisch, ich verstehe diese angeblichen Unruhen und Sicherheitshinweise für Dagestan nicht!
Russland per Rad.