Flugameisentag - Was war das eckelig...
Das war knapp! Mit 40km/h bergab auf eine schmale Brücke ohne Seitenschutz, das kannte der Dorfgockel von Radfahrern nicht und sprang flatternd meinem Vorderrad entgegen - Vollbremsung! Hinter mit hörte ich einen Wagen quietschend bremsend, der hatte auch Glück, denn sein Ausweichmanöver endete eine Handbreite vor dem Brückenabgrund... Das ist Albanien. Gute 1000 Höhenmeter ging es heute vom Südufer des Ohridsees nach Erseka im albanischen Hochland. Sehr ländlich die Strecke, ein Paradies für fliegende Ameisen - Milliarden kamen mir heute entgegen - das war ziemlich ekelig. Ein recht tierischer Tag also heute.
Die UNESCO-Stadt Ohrid war wieder recht nett. Ein Bulgare nannte es das Wernigerode Mazedoniens. Na denn... Die drei Campingplätze am mazedonischen Ostufer des Ohridsees gibt es doch tatsächlich, allerdings hatte ausgerechnet der letzte, den ich mir ausgeguckt hatte, schon dicht. Es gab dann eine Hotelnacht im albanischen Pogradec mit Seeblick und Wellenrauschen.
Nun geht es die nächsten Tage via des UNESCO-Dorfes Gjirokastra weiter Richtung Sarande, an die albanische Adria.
Gruss aus 1035 Meter über Null,
Andreas.
Albanien per Rad.