Die ersten Pässe in den Pyrénéen in des Zentralmassivs liegen nun hinter mir. Nachdem mich auch hier die ersten Tage die Hitze halbwegs vom Sattel gehauen hat, war heute der erste Tag, an dem ich mich an Temperaturen um 30 Grad gewöhne. Toulouse hat mir sehr gut gefallen, recht jung und szenig. Wohl das fränzösische Gegenstück zu Barcelona ;-). Es ist richtig ungewohnt, ständig Radfahrer, meist auf dem Rennrad, auf den Strassen zwischen den Orten zu treffen. Und nett ist auch, dass jeder Radler jeden grüßt. Nach all den Ost- und Südeuropatouren bin ich dazu diesen ganzen Tourismustrubel nicht mehr gewohnt: Manchmal ist es nett, das lebendige Leben auf den Strassen mit zu erleben, manchmal ist es aber gut, wenn ich dann mal wieder weg bin. Wie zum Beispiel heute am Puy Mary, ein Vulkanpass im Zentralmassiv. Auf 1588m über Null stapeln sich Rennradfahrer, Motorradfahrer und Wohnmobile.
Zu meinem Erstaunen klappt die Brotversorgung recht gut. Ich staunte schon mehrmals über brauchbares Brot im Supermarkt. Beim kleinen Bäcker nebenan gibt es hingegen fast immer nur helles Baguette. Und was echt nett ist: Wer in Frankreich im Fahrradtrikot mit einer leeren Wasserflasche in eine Cafebar kommt, hat ohne zu fragen in nullkommanix wieder frisches kühles Tafelwasser an Bord - gratis!
So, morgen geht's weiter Richtung Bordeaux...
Schönen Wochenstart,
Andreas.
Frankreich per Rad.