Ich war selbst überrascht, dass es keinen einzigen Newsletter von der zweiten Russlandtour gab. Es war einfach unglaublich, was alles ging und nicht ging und gerade noch geklappt hat. Es gab keinen Tag, an dem ich auch nur eine Vorstellung morgens beim Frühstück hatte, wie er wohl ausgehen wird. Es ereigneten sich ständig Dinge, bei denen ich mich fragte, ob es nun Megapech ist, dass sie mir passierten, oder wieviel Glück muss man eigentlich haben, damit sie überraschend angenehm endeten? Ein Beispiel: Eine Fähre über einen Seitenarm der Volga: Sie sollte alle drei Stunden verkehren. Tja, leider war das Ding dann kaputt, und 350km aussenrum waren angesagt. Wäre per Rad schon doof gewesen. Zwei Iraner mit einem Lieferwaren gaben mir einen Lift. Wir konnten uns nicht wirklich unterhalten, aber die vier Stunden Autofahrt waren sehr schnell um. Nun bin ich auf dem Campingplatz von Madrid. Letzten Donnerstag bin ich nach Bilbao geflogen und überquere nun Sierra für Sierra nach Lissabon. Später radel ich noch von Izmir nach Kavala. Ab dem 29.10. werde ich dann meinen Winterschlaf beginnen ;-) .
Bis bald,
Andreas.
Russland per Rad.