Dnepropetrovsk ist eigentlich ganz leicht auszusprechen: Dnepro nach dem gleichnamigen Fluss, Petrovsk als kirchlicher Zuname. Nun, muss man sich ja auch erstmal nicht mehr merken, denn der Flug ging ja nach Zaporizza, was übrigens auch am Dnepro liegt. Wir landeten dort auf einer Panzerplattenpiste mit Schlaglöchern. Auf der Strasse vom Flughafen zur Stadt fühlten sich Kühe heimisch. Quasi Ryanair-Feeling auf ukrainisch: Man ist irgendwo in der Pampa gelandet, aber nicht dort, wo man eigentlich hin wollte. Stopp: In diesem Fall war ich ja über den Ausweichflughafen froh, sonst wären es noch 80km vom Flughafen Dnepropetrovsk nach Zaporizza gewesen... Der Dnepro liegt nun 220km hinter mir. Heute bin ich am ersten Meer meiner Drei-Meere-Tour angekommen. Der Ortseingang von Maryupol begrüsste mich mit Metro und Obi, fast wie in Hamburg, nur dass wir an der Elbe keinen Lenin vor dem Rathaus stehen haben. Lenin in der Urkraine? Ja, anscheinend ja...
Morgen geht es nach Russland, Kurs Rostov, dann Richtung Krasnodar. Von dort über einen Kaukasus-Pass nach Sochi am Schwarzen Meer.
Bis dahin,
Andreas.
Ukraine per Rad.