Fünf Tage Armenien. Die Tageshöhenmeter sind moderat, das Panorama der fetten Berge von bis zu 4000 Metern schon recht nett. Von Höhe zu Höhe verschwinden wir in einer Wolke, dann in der Sonne, dann im Regen, dann in einem Gewitter. Nach den gestrigen Winden und Weltuntergangsgewittern gehen wir davon aus, dass iranische Terrorganisationen dahinterstehen. Unterstützt wird diese Vemutung von all den fiesen Strassenkötern am Wegesrand, die unsere Bergaufgeschwindigkeit zeitweise Tour-de-France-tauglich machen. Gestern entwickelten wir eine Taktik gegen sie: Einer fährt vor, der andere nimmt das Tier von hinten in die Zange. Die Bestie verfällt in Panik und macht sich davon. Liebe Tierschützer und -freunde: Sorry, aber manchmal muss ein Reiseradler auch an seine Waden denken ;-).
Ganz Armenien scheint übrigens auf den Anstieg des Rohstoffpreises von Metallen zu warten. Eigentlich hat fast jeder ein ausgeschlachtetes Auto im Vorgarten, heute sahen wir sogar Carhenge, Armeniens Antwort auf Stonehenge. Eine weitere Kapitalanlage sind Gullideckel. Keep Right, aber nicht, wenn es regnet. Hier uns da könnte die Pfütze einen Nichtschwimmerbereich haben. Durchschnittlich fehlen 10% der Gullideckel von gut 60*60 cm Grösse.
Aber sonst war es wirklich nett. Die Armenier sind hilfsbereit und gastfreundlich, die Smalltalks sind meist recht lustig. Heute fragte uns ein Polizist, ob wir in unserer Trinkflasche Bier hätten, wir antworten: "Nein, es ist Wein" und er lachte...
Bis bald wieder,
Andreas.
Armenien per Rad.